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Fußball-Bundesliga: 4:3-Spektakel in Elversberg: verrückt und vogelwild

Nichts für schwache Nerven: Augsburg unterliegt beim Neuling in einem denkwürdigen und überaus unterhaltsamen Spiel. Referee Florian Exner ist immer wieder vor dem Bildschirm zu finden.

Was für ein Spektakel. Nach dem 4:3 (3:1)-Sieg der SV Elversberg gegen den FC Augsburg schauten alle Protagonisten, als wären sie einem Spiel im Schleudergang entstiegen. Die Fans verließen derweil mit ungläubigem Kopfschütteln das Stadion an der Kaiserlinde. Nicht nur Vincent Wagner war „voll durch“. Der Trainer des saarländischen Bundesliga-Neulings kündigte an: „Ich gehe in die warme Badewanne, guck mir nebenbei in Ruhe noch mal das Spiel an, dann kann ich es mir angucken mit ein bisschen Freude.“

Sieben Tore, vier Elfmeter – Fabian Rieder und Michael Gregoritsch trafen für Augsburg, Lukas Petkov verwandelte auf der Gegenseite erst im Nachschuss und Noel Futkeu drosch den Ball an die Latte -, ein zurückgenommener Treffer (Reif Adam/SVE) und vor allem: vier VAR-Entscheidungen von Schiedsrichter Florian Exner.

FCA-Coach Baum: „Gratulation zum Sieg. Zu einem verrückten Sieg“

„Gratulation zum Sieg. Zu einem verrückten Sieg“, meinte der überaus erfahrene FCA-Chefcoach Manuel Baum zu seinem Kollegen Wagner. „Ich glaube, so viele Elfmeterentscheidungen und VAR-Eingriffe habe ich noch nie erlebt und möchte ich auch nicht mehr erleben.“

In der wilden Nachspielzeit hätte der 47-Jährige aber dennoch gerne gehabt, dass der Referee sich eine Szene noch einmal anschaut – nämlich als die Augsburger im gegnerischen Strafraum erneut Hand reklamierten. Exner beendete aber die Partie, ohne noch einmal an den Bildschirm an der Seitenlinie zu gehen.

„Ich muss erst einmal zusammenrechnen, wie viele Elfmeter es gegeben hat“, sagte Christian Weber, Sportdirektor der Saarländer. Noch eine halbe Stunde nach Spielende hatte er „ein bisschen Angst, ehrlich“, dass da noch einer gepfiffen wird, wie er lachend sagte.

SVE-Torhüter Kristof: „So ein Spiel habe ich noch nie erlebt“

„Es hat sich heute angefühlt wie so ein Elfmeterschießen. So ein Spiel habe ich noch nie erlebt“, meinte Elversbergs Torhüter Niklas Kristof. Seine Teamkollegen Lukas Pinckert („vogelwild, verrückt“) und Maximilian Rohr waren ebenso fassungslos nach diesem furiosen dritten Saisonsieg des Außenseiters: „Nach Abpfiff konnte man sich gar nicht richtig freuen, weil man nicht wusste, ob noch was passiert.“



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Publish date : 2026-10-18 03:10:00

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