Ein Mann soll sich 2015 in Syrien dem IS angeschlossen haben. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, sich an grausamen Taten beteiligt zu haben. Seine Verteidigung bestreitet eine IS-Mitgliedschaft.
Im Prozess gegen ein mutmaßliches Ex-Mitglied der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) werden Plädoyers erwartet. Am Montag (10.00 Uhr) könnten der Vertreter der Bundesanwaltschaft und die Verteidigung vor dem Oberlandesgericht in Koblenz ihre Schlussvorträge halten, wie das Gericht mitteilte. Der Senat habe die Beweisaufnahme geschlossen. Wann ein Urteil fallen könnte, war zunächst unklar.
Der Anklage zufolge soll sich der Syrer 2015 in Syrien dem IS angeschlossen und sich auch an der Hinrichtung von Gefangenen beteiligt haben. Die Bundesanwälte werfen dem Mann unter anderem Mord, Kriegsverbrechen und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vor. Im März 2023 wurde der Syrer in Mainz verhaftet.
Der Rechtsanwalt des Mannes hatte hingegen zu Prozessbeginn erklärt, sein Mandant sei nie Mitglied oder Unterstützer des IS gewesen. Er sei weder Islamist noch gläubig. Die Anklage belege kein Motiv für die Vorwürfe gegen den 44-Jährigen. So seien zwei Brüder des Angeklagten als Kämpfer der oppositionellen FSA gefallen. Dafür, dass er IS-Mitglied gewesen sei, brauche es mehr Beweise.
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Publish date : 2026-02-09 02:30:00
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