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Nach Champions-League-Finale: Hunderte Festnahmen nach Ausschreitungen in Frankreich

Nach Champions-League-Finale: Hunderte Festnahmen nach Ausschreitungen in Frankreich

Nach dem Sieg von Paris Saint-Germain in der Champions League kam es in Paris zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Randalierern. Online wird das instrumentalisiert.

Paris Saint-Germain hat seinen Titel in der Champions League aus dem Vorjahr verteidigt. Während sich sportlich die Geschehnisse wiederholten, zeigte sich auch in den Straßen Frankreichs dasselbe Bild wie nach dem Titel 2025: Im ganzen Land kam es am Abend und in der Nacht zu Sonntag zu Ausschreitungen mit der Polizei, insbesondere in der Landeshauptstadt.

Vor allem der Prachtboulevard Champs-Élysées wurde zum Brennpunkt der Auseinandersetzungen: Vermummte Personen und Polizisten gerieten aneinander, Wurfgeschosse und Tränengas wurden eingesetzt. Auf Videos in den sozialen Medien ist zu sehen, wie Autos brennen, Barrikaden errichtet und Feuerwerkskörper auf Menschen gefeuert werden.

In Rennes, Straßburg, Clermont-Ferrand und Grenoble kam es zu Plünderungen.

Über 200 Festnahmen nach Randalen in Paris

Landesweit seien 780 Menschen Menschen festgenommen worden, meldete die Polizei, davon mindestens 280 im Großraum Paris. Laut Innenminister Laurent Nuñez waren 8000 Polizisten allein in Paris im Einsatz, landesweit insgesamt 22.000. 

„Diese Ausschreitungen sind absolut inakzeptabel“, sagte Nuñez auf einer Pressekonferenz. Allerdings habe das Innenministerium bereits mit Randalen gerechnet. In Nachrichtenagenturen heißt es ebenfalls, dass die Lage nicht so massiv gewesen sei wie im vergangenen Jahr. Damals gab es zwei Tote, knapp 200 Verletzte sowie 559 Festnahmen.

Im Internet wurden die Ausschreitungen schnell von rechten Kommentatoren genutzt, um die hohe Migration in Frankreich dafür verantwortlich zu machen. Bei den Randalierern handele es sich hauptsächlich um junge Männer mit Migrationshintergrund, lautet der gängigste Vorwurf in den Sozialen Medien. Belege oder offizielle Aussagen dazu seitens der Polizei gibt es nicht.

Auch Marine Le Pen, Vorsitzende der rechtspopulistischen Partei Rassemblement National meldete sich auf X zu Wort: „Das gibt es nur in Frankreich, dass der Sieg eines Fußballklubs Unruhen auslöst. Nur in Frankreich fühlt sich jeder gezwungen, sich an einem Abend des Sieges zu Hause einzuschließen, um nicht mit Gewalt konfrontiert zu werden. »

Im Finale der Champions League hatte Paris Saint-Germain zuvor Arsenal London im Elfmeterschießen mit 4:3 besiegt. Paris ist das erste Team seit 2018, das seinen Titel in der Champions League verteidigen kann. Damals schaffte das Real Madrid.

Mit Material der Nachrichtenagenturen AFP und DPA.

Hinweis: Dieser Artikel wurde aktualisiert.



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Publish date : 2026-05-31 12:59:00

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