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Tropische Stechmücke: Asiatische Tigermücke breitet sich in NRW aus

Tropische Stechmücke: Asiatische Tigermücke breitet sich in NRW aus

Das Insekt kann Virusinfektionen übertragen. Zur Prävention sollten Bürger Regentonnen abdecken und andere Gefäße im Garten regelmäßig ausleeren, raten Behörden.

Die Asiatische Tigermücke breitet sich in Nordrhein-Westfalen weiter aus. Bisher gebe es zwar erst lokal begrenzte Populationen im Rheinland, es sei aber davon auszugehen, dass das in den kommenden Jahren nicht so bleiben werde, teilte das Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz (LfGA) auf dpa-Anfrage mit. Gründe seien die für die tropische Stechmücke günstigen klimatischen Bedingungen und der internationale Reise- und Güterverkehr.

Etablierte Populationen gibt es bisher in Bonn und im Rhein-Erft-Kreis. Im vergangenen Jahr wurde die Tigermücke erstmals auch in vier Kölner Stadtteilen nachgewiesen. „In den kommenden Monaten ist wieder mit einem Auftreten von Tigermücken in Köln zu rechnen“, warnte die Stadt. „Es handelt sich um eine sehr stechfreudige Mücke, die nicht nur in der Dämmerung, sondern bevorzugt tagsüber aktiv ist.“

Erste Meldung bereits im Februar 

Die Beschwerden nach einem Stich unterscheiden sich normalerweise nicht von anderen Mückenstichen. Die Asiatische Tigermücke kann jedoch Krankheitserreger wie Dengue- und Chikungunya-Viren übertragen. Bisher ist in Deutschland kein Fall bekannt, bei dem eine hier lebende Tigermücke eine solche Erkrankung durch einen Stich übertragen hat. Experten halten das wegen des Klimawandels aber nur für eine Frage der Zeit. 

Gewöhnlich sind die ersten Tigermücken frühestens ab Ende Mai unterwegs. In diesem Jahr wurde dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) nach eigenen Angaben aber schon im Februar die erste Tigermücke aus dem Raum Bonn gemeldet. Asiatische Tigermücken sind nur etwa einen halben bis einen Zentimeter groß und haben auffällige schwarz-weiße Streifen. Dies trifft aber auch auf einige andere Mückenarten in Deutschland zu.

Wasseransammlungen sind Brutstätten

Um die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke einzudämmen, sollten Bürgerinnen und Bürger mögliche Brutstätten wie offene Wasseransammlungen auf ihrem Grundstück beseitigen, rieten das LfGA und die Stadt Köln. So sollten Regentonnen zum Beispiel mit Insektenschutznetzen abgedeckt und Gegenstände wie Eimer, Blumenkübel oder Gießkannen umgedreht oder einmal pro Woche ausgeleert werden. Wer eine Tigermücke finde, solle sie fangen, einfrieren und zur Bestimmung an den „Mückenatlas“ des ZALF schicken.



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Publish date : 2026-05-31 02:30:00

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