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Rentenerhöhung: Diese Tabelle zeigt, wie viel Rente Sie dieses Jahr mehr bekommen

Die Rente steigt diesen Sommer um 4,24 Prozent – stärker als die Inflation. Wie viel Sie durch die Rentenerhöhung erhalten, zeigt unsere Tabelle.

Die Rente wurde zum 1. Juli 2026 erneut deutlich erhöht. War im Entwurf für den Rentenbericht im vergangenen Jahr noch von 3,7 Prozent die Rede, wurden es nun sogar 4,24 Prozent. Grund ist die gute Lohnentwicklung in Deutschland. Damit steigt die Rente aktuell sogar schneller als Inflation. Und das trotz des Irankriegs. Zwar war Energie deutlich teurer, doch insgesamt blieb die Teuerung im Juni bei 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Durch das Plus von 4,24 Prozent bekommen die 21 Millionen Rentner seit Juli 2026 pro 100 Euro Rente 4,24 Euro mehr. Was das genau bei welchem Betrag ausmacht, zeigt die folgende Tabelle. Dabei handelt es sich allerdings um Bruttobeträge. Abgezogen werden Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, sowie gegebenenfalls Steuern.

Tabelle: So hoch fällt die Rentenerhöhung zum 1. Juli 2026 aus

Rente bisher (brutto)ErhöhungRente ab 6/2026in Euroin Euroin Euro50021,20521,2060025,44625,4470029,68729,6880033,92833,9290038,16938,16100042,401042,40110046,641146,64120050,881250,88130055,121355,12140059,361459,36150063,601563,60160067,841667,84170072,081772,08180076,321876,32190080,561980,56200084,802084,80210089,042189,04220093,282293,28230097,522397,522400101,762501,762500106,002606,002600110,242710,242700114,482814,482800118,722918,722900122,963022,963000127,203127,20Eigene Rechnung

So kommt die Rentenerhöhung zustande

Grundsätzlich sind die Renten an die Lohnentwicklung gekoppelt. Sie gehen aber nicht exakt mit den Gehältern, es gibt mehrere Korrekturfaktoren. So kann der Nachhaltigkeitsfaktor die Rentenerhöhung begrenzen. Der berücksichtigt, wie sich das Verhältnis von Berufstätigen zu Rentnern ändert. Außerdem gibt es den sogenannten Nettoquoten-Effekt. Er berücksichtigt, dass sich die Lohnnebenkosten unterschiedlich auswirken auf Rentner und auf Berufstätige.

Dieses Jahr betrug der Lohnfaktor +4,25 Prozent, der Nettoquoten-Effekt -0,01 Prozentpunkte. Der Nachhaltigkeitsfaktor wurde ausgesetzt, weil die Renten sonst unterhalb des sogenannten Mindestsicherungsniveaus gelandet wären, auch „Haltelinie“ genannt. Die soll garantieren, dass ein Rentner, der 45 Jahre gearbeitet und immer einen Durchschnittslohn erzielt hat, mindestens 48 Prozent des Lohns eines aktuellen Durchschnittsverdieners erhält. Die Haltelinie läuft nach den jetzigen Plänen Ende 2031 aus.

Rente steigt schneller als Inflation

Durch die Koppelung an den Lohn stiegen die Renten zuletzt auch stärker als die Inflation. In den vergangenen zehn Jahren sind die Renten im Westen um 40 Prozent gestiegen, während die Inflation die Preise nur um 29 Prozent erhöhte. Nimmt man auch die Zeit der Finanzkrise hinzu, während der die Inflation stärker zulangte, als die Löhne stiegen, sieht die Bilanz etwas schlechter aus: Zwischen 2000 und 2025 stiegen die Renten im Westen um 64 Prozent, während die Inflation 61 Prozent ausmachte. Zum Vergleich: Die Löhne stiegen in diesem Zeitraum um 75 Prozent.

Im Osten stiegen die Renten in diesem Zeitraum um 89 Prozent – also stärker, um das Ost- ans Westniveau anzugleichen. Deswegen liegt die Erhöhung sowieso weit über der Inflation.

Mit der Rentenerhöhung ändert sich auch der Wert eines Entgeltpunktes in der Rentenversicherung, auch Rentenpunkt genannt. Im ersten Halbjahr war ein Entgeltpunkt 40,79 Euro wert. Seit 1. Juli 2026 sind es nun 42,52 Euro. Einen Rentenpunkt erhält, wer ein Jahr lang ein durchschnittliches Einkommen verdient hat. In der Rentenauskunft kann man nachlesen, wie viele Rentenpunkte man bereits in seinem Arbeitsleben erwirtschaftet hat.

Tabelle: Rentenerhöhung und die Inflation
 

Rentenanpassung zum West OstInflation01.07.(in Prozent)(in Prozent)(in Prozent)20000,60,61,320011,912,112,020022,162,891,420031,041,191,02004001,62005001,62006001,620070,540,542,320081,11,12,620092,413,380,32010001,020110,990,992,220122,182,261,920130,253,291,520141,672,531,020152,12,50,520164,255,950,520171,93,591,520183,223,371,820193,183,911,420203,454,20,5202100,723,120225,356,126,920234,395,865,920244,574,572,220253,743,742,2    2015 bis 202540 %51 %29 %2000 bis 202564 %89 %61 %Quelle: DRV, Destatis, Rentenkommission, eigene Rechnung



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Author : Matthias Urbach

Publish date : 2026-07-29 14:14:00

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