Unser Rasensprenger-Test zeigt, wie gut fünf verschiedene Regner ihren Job machen. Denn: Grüne Wiesen und bunte Beete sind ohne Bewässerung vielerorts kaum noch denkbar.
Im Sommer brennt die Sonne unnachgiebig auf die Gärten der Deutschen, und manch ein Hobbygärtner schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, wenn er das braune Gestrüpp sieht, das den grünen, saftigen Rasen innerhalb von Tagen abgelöst hat. Wer wirklich große Flächen bewirtschaftet, kauft sich Profiwerkzeug, doch der Rasensprenger hält Ihnen im Ottonormalgarten weiterhin die Stange.
Rasensprenger, auch Regner oder eingedeutscht Sprinkler genannt, sind flexibel, rasch einsatzbereit und überraschend günstig. Wir unterscheiden zwischen Viereck- und Kreisregnern, wobei es jeweils Untergruppen gibt. Kreisregner etwa können Vollkreis- oder Segmentregner sein, auch Impulsregner zählen zu den Kreisregnern. Sie rotieren und pulsieren zugleich, was unter anderem für hohe Reichweiten sorgt. Daneben gibt es Viereck-Rasensprenger, die mit ihrem Schwenkkopf eine rechteckige Fläche abdecken. Im Rasensprenger-Test haben wir uns fünf Kreis- und Viereckregner genauer angesehen.
Rasensprenger-Test: Diese ausgewählten Modelle
Gardena Viereckregner AquaZoom L zum ShopFiskars pulsierender Sprinkler mit Erdspießzum ShopRelaxdays Impulsregner mit Erdspießzum ShopCellfast Lux Ideal Linie zum ShopKrefting Tooling Flächenregnerzum Shop
Weitere lohnende Modelle
Folgende Rasensprenger haben wir nicht getestet, sie könnten aber einen genaueren Blick wert sein:
Grüntek Oszillationssprengerzum ShopBradas White Line Kreisregner zum ShopFanhao Pulsationssprengerzum ShopVerto Rasensprenger zum Shop
Testergebnis: Der beste Rasensprenger
Alle getesteten Rasensprenger haben ihren Dienst getan, ein Fehlkauf war nicht dabei und auch Ausfälle hatten wir nicht zu beklagen. Unser Testsieger ist der Gardena Viereckregner AquaZoom L, wobei die bequeme Bedienung den Ausschlag gibt. Hinzu kommen die besondere Ruhe und Ästhetik des Wasserfächers – kein echtes Kriterium, aber doch ein Plus beim Relaxen auf der Sonnenliege.
Markt-Primus Gardena siegt, doch auch die anderen Modelle haben ihre Vorzüge. So besteht der Preis-Leistungs-Tipp von Relaxydays fast vollständig aus Metall, wirkt damit sehr hochwertig und erreicht im Test sehr gute Werte bei der Bewässerung.
Trotz der unverkennbaren Ähnlichkeit, gerade bei den Kreisregnern, bringt jeder Rasensprenger seine eigene „Persönlichkeit“ mit, sein Alleinstellungsmerkmal, das eine persönliche Kaufentscheidung begründen kann. Mehr dazu in den einzelnen Tests.
Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.
Vergleichstabelle: Rasensprenger-Test
* Herstellerangabe.
So haben wir die Produkte ausgewählt
Nach diesen Kriterien haben wir das Testfeld für den Rasensprenger-Test zusammengestellt:
Privater Einsatz: Wir haben in unserem Test nur Rasensprenger berücksichtigt, die in privaten Gärten zum Einsatz kommen.Verfügbarkeit und Bewertung: Da der Online-Handel prall gefüllt ist mit günstigen Modellen, haben wir nur jene gewählt, die von der Kundschaft eine gute Bewertung erhalten haben und sofort verfügbar sind.Preis: Wir haben ausschließlich Rasensprenger gewählt, die in jedes Gärtnerbudget passen sollten. 50 Euro sollten sie im Online-Handel maximal kosten.Einordnung: Alle Rasensprenger sollten Kreis- oder Viereckregner sein.
Unterirdisch installierte Bewässerungssysteme waren nicht Teil dieses Tests.
So haben wir getestet
Rasensprenger sind immer Teil eines Systems. Wir mussten beim Testen gut auf Fremdeinflüsse achten. So bezieht sich die Hersteller-Angabe zur maximalen Größe der beregneten Fläche meist auf einen konstanten Druck von 4 bar am Schlauchende. Fällt der Druck hier niedriger aus, wie in unserem Test, ist das zwar kein Problem, aber die Fläche fällt zwangsläufig kleiner aus als vom Hersteller angegeben.
Unser Manometer am voll geöffneten Wasserhahn zeigte konstant 4 bar, aber bis zum Sprenger selbst gingen durch den 20 Meter langen ½-Zoll-Schlauch und die Gardena-Kupplungen fast 1 bar verloren. Der geringe Fließdruck ist normal und kann durch die Topografie des Grundstücks sogar noch mehr abnehmen. Sie wohnen mit schöner Aussicht am Hang und der Wasserhahn steht im Keller? Dann schlägt jeder Höhenmeter mit einem Druckverlust von rund 0,1 bar zu Buche. Unser Testgelände war eben und damit verlustfrei.
Die meisten Käufer von Rasensprengern sind keine Spezialisten für hydrostatischen Druck, die Berechnung des hydraulischen Widerstands oder des Gleichmäßigkeitskoeffizienten. Sie wollen einfach nur eine bestimmte Fläche bewässern, ohne mehr Wasser zu verbrauchen, als für den Pflanzenwuchs notwendig ist. Wir haben unseren Test entsprechend ausgerichtet.
Am Anfang stand die Frage, wie stabil und sicher der Rasensprenger wirkt. Welche Materialien verwendet der Hersteller? Gibt es Teile, die potenziell unter der Dauerbestrahlung der Sonne leiden? Wie gut können wir die gewünschte Reichweite und die Zerstäubung des Wassers am Rasensprenger einstellen? All das haben wir im Prozess vom Auspacken bis zur Inbetriebnahme rein durch Ansehen, Anfassen und Ausprobieren ermittelt.
Im nächsten Schritt ging es um die beregnete Fläche. Wir haben den Wasserhahn voll aufgedreht, den Rasensprenger auf die maximale Reichweite eingestellt und mit einem Laser die maximale Distanz der Beregnung gemessen. Anschließend ging es um die Verteilung des Wassers, die möglichst gleichmäßig erfolgen soll.
Unser Vortest auf Asphalt – auf der Grünfläche ist es schwerer zu erkennen – zeigte weder größere Pfützen noch trockene Zwischenflächen. Allerdings schien in unmittelbarer Nähe der Rasensprenger mehr Wasser auf den Boden zu gelangen.
Um die Verteilung genauer zu bestimmen, haben wir zehn identische Becher in einem festen Muster rund um jeden Rasensprenger platziert und nach einem Durchfluss von je 300 Litern Wasser die aufgefangene Menge an Wasser in den Bechern gemessen. Je ähnlicher die Ergebnisse ausfielen, desto besser war die Verteilung. Zum Zeitpunkt des Versuchs war es windstill, Labor-Bedingungen herrschten jedoch freilich nicht im Testgarten. Die Messergebnisse bieten jedoch eine gute Orientierung.
Die Bewertung im Test setzt sich aus folgenden gewichteten Kategorien zusammen:
GewichtungKategorie40%Funktion & Leistung20%Verarbeitungsqualität, Design & Haptik15%Benutzerfreundlichkeit15%Ausstattung & Features10%Sicherheit & Zuverlässigkeit
Am Ende haben wir die ermittelte Schulnote in eine Sterne-Bewertung übersetzt.
1. Würdiger Testsieger: Gardena Viereckregner AquaZoom L
Der erste Eindruck: Der Viereckregner von Gardena erinnert uns im Format „L“ wie „Large“ an einen Basset-Hund, der sich im Gras ausstreckt. Der Eindruck ist neben der lang gestreckten Form wohl vor allem den vier flachen Standfüßen zu verdanken, die dem Rasensprenger mit einer Spannweite von rund 21 cm einen sicheren Halt geben. Installieren müssen wir hier nichts: Wir befreien den Sprenger lediglich aus seinem Sichtfenster-Karton, legen ihn auf den Rasen und klicken den Wasserschlauch in den Anschluss an der Schmalseite. Ein kleiner Gummiring sorgt dafür, dass kein Wasser entweicht. Der Aqua Zoom L besteht zu weiten Teilen aus Kunststoff, der laut Hersteller frost- und UV-beständig ist. Zwei längs verlaufende Stangen aus rostfreiem Edelstahl verleihen dem Gerät Gewicht, Stabilität und damit auch eine höhere Wertigkeit. Herzstück des Sprinklers sind 18 blaue, schwenkbare Düsen, umrahmt von den orangefarbenen Bedienschaltern in unmittelbarer Nachbarschaft. Eine Bedienungsanleitung liegt nicht bei, alle Einstellmöglichkeiten beschreibt der Hersteller immerhin auf der Packung, größtenteils grafisch. Auf die Reinigungsnadel als Zubehör, die es beim Vorgängermodell noch gab, hat Gardena verzichtet.
Die Bedienung: Mithilfe der seitlich verschiebbaren Bedienschalter stellen wir die Reichweite der Beregnung in ihrer Länge und Breite ein. Die Justierung ist auch einseitig möglich. Steht der Rasensprenger etwa dicht am Zaun, sparen wir diesen Bereich einfach aus, ebenso wie möglichen Ärger mit dem Nachbarn. Alle Knöpfe und die gummierten Schieberegler empfinden wir als angenehm griffig, auch im nassen Zustand. Das Bedienkonzept ist eingängig und selbsterklärend. Der Aqua Zoom L bietet zusätzlich einen Drehknopf, mit dem wir den Wasserdurchfluss regulieren. Zudem verbirgt sich unmittelbar hinter dem Wasseranschluss ein kleiner Metallfilter, der Schmutz auffängt. Wir können ihn entnehmen und bei Bedarf unter fließendem Wasser ausspülen.
Funktion und Leistung: Gardena gibt die beregnete Fläche mit 28 bis 350 Metern an. Die Werte ergeben sich rechnerisch aus einer Reichweite zwischen sieben und 21 sowie einer Sprengbreite von vier bis 17 Metern. Wir verfehlen dieses Maximum im Test mit rund 16 × 13 Meter zwar deutlich, leiten uns das aber mit dem geringeren Druck durch Reibungsverluste im Schlauch her. In der Praxis ist vor allem relevant, wie einfach die gewünschte Fläche einstellbar ist. Wir probieren es mit einem fiktiven Beet von 6 × 8 Metern, was mit wenigen Handgriffen gelingt. Auch unseren Test zur Gleichverteilung des Wassers besteht der AquaZoom L mit Bravour. Die Becher füllen sich relativ gleichmäßig. Der Pegelstand im mittleren Bereich ist leicht erhöht, aber wer keine professionelle Landwirtschaft betreibt, wird gut damit leben können. Mit gemessenen 67 Dezibel ist der AquaZoom L der leiseste Rasensprenger im Test. Da das typische „Tschk-Tsss-Tschk“-Geräusch des rotierenden Impulsregners entfällt, wirkt der Sprenger noch deutlich leiser, als die reinen Dezibel suggerieren. Dieses Plus ist insbesondere bei kleinen Gärten und einer dichten Bebauung nicht zu unterschätzen. Gardena bietet für den AquaZoom L eine fünfjährige Garantie bei Material- und Verarbeitungsfehlern. Maßgeblich ist das Kaufdatum. Sieb, Anschlussstück und Anschluss-Ring (O‑Ring) sind günstig als Ersatzteile erhältlich.
Fazit: Der Viereckregner AquaZoom L von Gardena ist in weniger als einer Minute einsatzbereit. Die Bedienung ist intuitiv und die Düsen sprechen auf alle gewünschten Änderungen sofort an. Die Wasserverteilung entspricht unseren Erwartungen und genügt für den Einsatz im privaten Bereich. Der Rasensprenger wirkt solide und ist im laufenden Betrieb besonders leise. Pluspunkte sind der hochwertige Filter und der per Drehknopf einstellbare Wasserdurchlauf.
+ Vorteile:
rechteckige, einfach einzustellende BeregnungsflächeIntensität des Wasserdurchlaufs per Drehrad einstellbarkeinerlei Installationsaufwand
– Nachteile:
Anschluss von weiterem Sprenger nur mit Adapter möglich
2. Nutzerfreundlich und durchdacht: Fiskars Pulsierender Sprinkler mit Erdspieß
Der erste Eindruck: Der Sprinkler des finnischen Herstellers Fiskars kommt in einer schwarzen Schachtel, auf der neben grafischen Informationen in Orange der Firmenname prangt. Eine große Aussparung gibt den Blick auf den Rasensprenger frei, der farblich im selben Design gehalten ist. Hier wird schon rein optisch ein Premium-Anspruch postuliert. Erdspieß-Sprinkler ähneln sich grundsätzlich in ihrem Aufbau: Ganz unten befindet sich der Spieß, der auch bei ruckartigen Bewegungen für Halt im Boden sorgt. Darüber folgen der Anschluss für den Schlauch sowie gegenüberliegend ein Gewinde, um mehrere Rasensprenger parallel zu betreiben. Meist, auch bei Fiskars, gibt es in dieser Höhe eine Art Griff, der dabei hilft, den Spieß in den Boden zu bekommen und wieder herauszuziehen. Herzstück ist der Rasensprengerkopf, den der Wasserdruck zum Drehen bringt. Alle anderen Bauteile – Unterbrecherhammer, Deflektorschraube und -platte, Justierringe und Umschaltbügel – dienen uns dazu, die Beregnung nach den eigenen Wünschen und Erfordernissen auszurichten. Der Sprinkler von Fiskars bietet all das, aber auch noch mehr. Seitlich vom Schlauchanschluss sehen wir einen Drehknopf mit erweitertem Griff, der uns als Ein/Aus-Schalter dient. Das spart nicht nur den Weg zum Wasserhahn, sondern manchmal auch ungewolltes Duschen. Am obersten Punkt des Sprengers gibt es zudem ein flaches Rad, das den Radius der Beregnung bestimmt. Rein funktional entspricht es einer Deflektorplatte, jedoch mit deutlich höherer Bedienungsfreundlichkeit.
Die Bedienung: Wir haben drei Möglichkeiten, den Rasensprenger von Fiskars nach unseren Wünschen einzurichten: Am orangefarbenen Rad oben regulieren wir durch Drehen die Reichweite. Kurz darunter befindet sich die Deflektorschraube, die wir in den Wasserstrahl drehen, um ihn zu brechen und für einen feineren Sprühregen zu sorgen. Zwei etwas tiefer angebrachte Anschlagringe aus Metall sind für die Größe des beregneten Sektors zuständig. Je weiter wir sie zusammenschieben, desto kleiner wird der beregnete Ausschnitt. Physikalisch funktioniert das über einen Bügel am Sprenger-Kopf. Stößt dieser Bügel an den Ring, zwingt er den Sprenger zur Umkehr. Wir können den Bügel aber auch nach oben klappen, um eine 360-Grad-Beregnung zu erreichen.
Funktion und Leistung: Der pulsierende Sprinkler von Fiskars legt kräftig los, nachdem wir den Wasserhahn angestellt und den Schalter am Sprenger selbst auf „On“ gestellt haben. Der Hersteller gibt die Reichweite mit bis zu 13 Metern an, wir erreichen immerhin elf und müssen tatsächlich die Anschlagringe so einstellen, dass die Passanten auf der Straße nicht nass werden. Der eigene Garten darf also üppige Ausmaße haben und der Sprenger wird seinen Job dennoch flächendeckend erledigen, gegebenenfalls mit einmaligem Umsetzen. Die Intensität der Beregnung können wir bei diesem Sprinkler ebenso leicht ändern wie die Tropfengröße des Sprühnebels. Das hat natürlich auch Einfluss auf eine gleichmäßige Beregnung. In unserem Test mit maximaler Reichweite ist der mittlere Bereich begünstigt. In den dort aufgestellten Bechern sammelt sich deutlich mehr Wasser als auf der Innen- und Außenbahn. Mit einem gemessenen Wert von weniger als 70 Dezibel ist das Gerät der leiseste Kreisregner im Test.
Fazit: Fiskars liefert mit dem pulsierenden Sprinkler einen hochwertigen Rasensprenger mit einem durchdachten Bedienkonzept. Er ist bei ausreichendem Wasserdruck auch zur Beregnung großer Flächen geeignet. Mit der einfachen Regulierung der Intensität und dem An/Aus-Schalter bringt er gleich zwei Alleinstellungsmerkmale mit; für uns eine klare Kaufempfehlung.
+ Vorteile:
innovativer Ein/Aus-Schaltergutes Bedienkonzepthochwertige Verarbeitung
– Nachteile:
online keine Ersatzteile
3. Kräftiger Preis-Leistungs-Tipp: Relaxdays Impulsregner mit Erdspieß
Der erste Eindruck: Relaxdays verzichtet auf eine Verpackung, was umweltfreundlich ist und Kosten spart. Der Impulsregner selbst besteht fast vollständig aus Metall mit einer Zinklegierung, lediglich der Schlauchanschluss sowie die gegenüberliegende Gewindeabdeckung für Parallelschaltungen sind aus Kunststoff. Das Verhältnis zwischen Metall und Kunststoff gibt der Hersteller mit 80:20 an – rein optisch hätten wir den Kunststoff-Anteil noch deutlich niedriger geschätzt.
Erdspieß-Sprenger sind meist recht schlank, aber Relaxdays reizt die Grenzen aus. Nach einem seitlichen Griff, um den Spieß mit Druck in den Boden zu bekommen, suchen wir vergeblich. Es bleibt uns nichts anderes übrig, wie bei einem Zelt-Hering mit Mut von oben direkt auf das Gerät zu drücken. Das funktioniert, der Sprenger ist offensichtlich stabil genug, um die Gewaltanwendung unbeschadet zu verkraften. Hoffentlich gilt das auch auf Dauer, denn das Umsetzen des Sprengers ist in vielen Gärten ja Teil des üblichen Programms, da es oft nur einen Wasserschlauch gibt.
Die Bedienung: Wir begrenzen die Reichweite über das leichte Herunterdrücken der Deflektorklappe, womit auch das Sprühbild etwas diffuser wird. Beim feinen Zerstäuben des Wassers hilft uns aber vor allem die Deflektorschraube, die wir tiefer in den Wasserstrahl drehen. Mit den beiden Anschlagringen und dem Umschaltbügel legen wir den beregneten Bereich fest, was für einen Radius von 20 bis 360 Grad funktioniert.
Funktion und Leistung: Der Impulsregner von Relaxdays bewässert bei ausreichendem Druck Rasenflächen bis zu 700 Quadratmetern, verfügt also über eine enorme Reichweite. Das ist erstaunlich, denn der Sprenger ist mit 300 Gramm ein echtes Leichtgewicht, trotz der Fertigung aus hochwertigen Metallen. Von den drei Kreisregnern mit Erdspieß im Test brachte er mit 12,3 Metern die höchste Reichweite, hatte aber mit 11,1 Litern pro Minute auch den geringsten Wasserdurchsatz. Die Wasserverteilung ist beim Maximum nicht ideal, lässt sich aber gut regulieren. Beim Geräuschpegel haben wir 71,4 Dezibel gemessen, was einen Platz im Mittelfeld bedeutet.
Fazit: Der Impulsregner von Relaxdays besteht trotz eines äußerst günstigen Online-Preises fast vollständig aus Metall. Er gleitet mit seinem schmalen Spieß leicht in den Boden und kann mit dem entsprechenden Wasserdruck eine sehr große Fläche beregnen. Nachdem wir die Feineinstellungen leicht ändern, gelingt das auch sehr gleichmäßig. Relaxdays liefert damit die beste Leistung für wenig Geld.
+ Vorteile:
robuster Sprenger, größtenteils aus Metallhohe Reichweiteintuitive Bedienung
– Nachteile:
relativ geringer Wasserdurchsatz
4. Solide und fest im Boden verankert: Cellfast Lux Ideal Line
Der erste Eindruck: Cellfast liefert seinen Rasensprenger auf einer festen Pappe, befestigt mit zwei Kabelbindern. Auffälligstes Element am Sprenger selbst sind zwei massive Flügel, die uns helfen, den Spieß in den Boden zu bekommen und hier auch sicher zu verankern. Die erwähnte Pappe dient zugleich als mehrsprachige Bedienungsanleitung. Wir finden zudem Informationen zur Reichweite und dem einstellbaren Beregnungsradius von 30 Grad bis zum Vollkreis. Das ist gut gemacht und hilfreich, zumal die Seite der Rubrik „Gartenbewässerung“ auf der Webseite des Herstellers im gesamten Testzeitraum nicht erreichbar ist. Der Cellfast Lux besteht aus Metall, nur der Schlauchanschluss und der Gewindedeckel sind aus grauem Kunststoff. Er wirkt robust und gut verarbeitet.
Die Bedienung: Der Cellfast Lux Ideal Line verfügt über alle gängigen Einstellmöglichkeiten. Zwei Anschlagringe und der Umschaltbügel dienen uns zur Einstellung des beregneten Segments. Klappen wir den Bügel nach oben, vollzieht der Sprenger eine dauerhafte 360-Grad-Drehung. Deflektorplatte und Deflektorschraube dienen zur Einstellung der Reichweite und des Grads der Zerstäubung. Für unseren Test nutzen wir die maximale Reichweite und die minimale Zerstäubung. Wir drehen oder kippen also beide Elemente so weit heraus, dass sie keinen begrenzenden Kontakt zum Wasserstrahl haben.
Funktion und Leistung: Der Kreisregner von Cellfast sitzt beim Test felsenfest im Boden und schleudert das Wasser über eine Entfernung von bis zu 11,5 Metern. Es dauert rund 22,5 Minuten, bis er 300 Liter Wasser auf der Rasenfläche verteilt hat, was er sehr gleichmäßig tut. Hier zahlt sich die Impuls-Technologie aus, bei der sich je nach Drehrichtung der weite Strahl mit den kürzeren Impulsstößen abwechselt. So bekommen alle Bereiche Wasser ab. Die Geräuschentwicklung liegt bei maximal 72,6 Dezibel und damit im üblichen Bereich.
Fazit: Der Cellfast Lux Ideal Line überzeugt uns mit guter Verarbeitung und einem sicheren Stand. Er ist in der Lage, auch große Flächen gleichmäßig zu beregnen. Die Bedienung wirft keine Fragen auf, Dank des Metalls besteht keine Sorge, die beweglichen Teile versehentlich zu verbiegen.
+ Vorteile:
hochwertige Verarbeitung und Materialiensicherer Standgute Wasserverteilung
– Nachteile:
relativ laut
5. Raffinierter Außenseiter: Krefting Tooling Flächenregner
Der erste Eindruck: Eine Schönheit ist er nicht, der Flächenregner von Krefting. Aber zum einen lässt sich über Geschmack bekanntlich nicht streiten und zum anderen ist das Aussehen bei Rasensprengern weniger von Belang. Sie stehen schließlich im Freien und werden höchstens von Kindern besucht, die sich vergnügt und schreiend eine Abkühlung holen. Der Rasensprenger besteht, von einer Feder, dem Filter, einem Umschalthebel sowie ein paar Schrauben mal abgesehen, vollständig aus Kunststoff. Er ist kreisrund mit Aussparungen an beiden Seiten der Grundfläche, in denen der Schlauchanschluss beziehungsweise der Anschluss für weitere Rasensprenger untergebracht sind. Im oberen Bereich, aber noch unter dem Regnerkopf, befindet sich ein Band mit zwölf höhenverstellbaren Noppen. Es erinnert bei unterschiedlich eingestellten Höhen an eine Berg-und-Talbahn auf dem Rummel. Der Flächenregner von Krefting verfügt auch über einen eingebauten Filter, der die Düsen vor Schmutzpartikeln schützt. Wir sind uns allerdings sicher, dass die meisten Nutzer davon gar keine Kenntnis haben und ihn daher auch nicht reinigen. In der beiliegenden Bedienungsanleitung findet der Filter keine Erwähnung und ohne Werkzeug haben wir ihn auch nicht erreicht.
Die Bedienung: Das orangefarbene Noppen-Band ist auch das auffälligste Bedienelement am Rasensprenger. Es dient uns dazu, segmentweise die Reichweite zu regulieren. Wir drücken zunächst alle Noppen nach oben und verkürzen damit den Beregnungsradius im Test um rund zwei Meter. Da wir auch einzelne Noppen hochdrücken können, während die benachbarten unten bleiben, ist die gezielte Bewässerung unregelmäßiger Flächen möglich. Diese Form der Distanzkontrolle hat kein anderer Rasensprenger im Test. Mit einer schwarzen Kunststoffschraube am Sprengerkopf regulieren wir den Wasserstrahl. Sie lässt sich leicht übersehen, eine farbliche Absetzung vom Untergrund wäre da vielleicht hilfreich gewesen. Überhaupt ist die Bedienung zu Beginn ein wenig fummelig. Die beiden Hebel zum Einstellen des Beregnungsradius von bis zu 270 Grad sind zwar ebenfalls aus Plastik, aber orange und damit gut zu erkennen. Für eine 360-Grad-Bewässerung klappen wir auch bei Krefting einfach den kleinen Metallbügel nach oben, damit er nicht mehr an die Begrenzungen stößt.
Funktion und Leistung: Der Sprinkler von Krefting überrascht uns im Test mit seiner hohen Reichweite von bis zu 13 Metern. Obwohl sich direkt am Gerät recht schnell Wasser sammelt, ist die Verteilung über die Fläche in unserem Bechertest sehr gleichmäßig. Kein anderer Rasensprenger schneidet besser ab. Ein Manko ist die starke Geräuschentwicklung. Wir messen 76,9 dB, hätten aber sogar noch mehr erwartet.
Fazit: Der getestete Rasensprenger von Krefting erzielt im Test gute Ergebnisse und überzeugt insbesondere bei Wasserverteilung und Reichweite. Im Test erweist er sich auch ohne Spieß als erstaunlich standsicher. Die Möglichkeit zur Beregnung unregelmäßiger Flächen ist ein Plus, aber baulich in seiner Wirkung begrenzt. Der Rasensprenger ist im Vergleich zu den Konkurrenten relativ laut.
+ Vorteile:
hohe Reichweitegute WasserverteilungBeregnung unregelmäßiger Flächen möglichintegrierter Filter
– Nachteile:
viele Teile aus Plastikrelativ lautFilter schwer zu erreichen
Rasensprenger: Die wichtigsten Fragen & Antworten
Kann ich mehrere Rasensprenger gleichzeitig betreiben?
Viele Rasensprenger schalten Hobbygärtner in Reihe und decken so eine größere Fläche ab. Das gilt auch für alle Sprenger im Test, wobei es beim Viereckregner von Gardena einen zusätzlichen Adapter braucht. Die Reihenschaltung führt allerdings dazu, dass sich die Wurfweite der nachgeordneten Sprenger aufgrund des sinkenden Wasserdrucks verringert. Für eine gleichmäßigere Verteilung eignet sich ein Y-Anschluss am Wasserhahn, an dem Sie einen zweiten Schlauch anschließen. Der Druck muss aber dennoch für beide Sprenger reichen.
Warum sind Rasensprenger fast immer schwarz/anthrazit und orange?
Zwei Gründe für die weitgehend einheitliche Farbgebung: Gardena und die Sicherheit. Der Ulmer Hersteller Gardena zählt mit seinen Bewässerungssystemen spätestens seit Ende der 1960er-Jahre zu den Marktführern – und das Markenlogo zeigt ein sattes Orange. Die Signalfarbe ist für Rasensprenger ideal, da man die Geräte damit im Gras besser sieht und sie nicht versehentlich mit dem Rasenmäher überrollt. Die Konkurrenten von Gardena hoffen mit einer ähnlichen Farbgebung wohl auch, dass ein wenig vom guten Image auf sie abfärbt.
Was sollte ich beim Rasensprengen beachten?
Die Bewässerung ist kein Selbstzweck, sondern dient dem Pflanzenwuchs. Wie viel Wasser wir benötigen, hängt unter anderem von der Pflanzenart, der Beschaffenheit des Bodens, den Wetterverhältnissen und der Tageszeit ab. Am Morgen ist der Boden noch kühl, womit weniger Wasser verdunstet als am Abend. Beim Rasen gilt die Faustregel, dass das Wasser mindestens zehn, besser 15 cm tief in den Boden eindringen muss, um die Wurzeln zu erreichen. Auf sandigem Untergrund braucht es dafür bis zu 15 Liter Wasser pro Quadratmeter, bei Lehm eher 20. Wenn Sie eine Rasenfläche von 200 Quadratmetern bewässern, ergibt das bei sandigem Boden einen Bedarf von 200 × 15 = 3.000 Litern. Bei einem Durchfluss von 15 Litern pro Minute und einer angenommenen Gleichverteilung müssen Sie also rechnerisch drei Stunden und 20 Minuten bewässern, um die ideale Versorgung sicherzustellen. Trotz des hohen Wasserverbrauchs ist diese Dauer alle drei, vier Tage deutlich effektiver als die tägliche Bewässerung mit geringeren Mengen, da dann weniger Wasser die Wurzeln erreicht.
Wie kann ich Wasser sparen?
Bei einigen Rasensprengern, zum Beispiel bei Gardena und Fiskars, regulieren Sie den Durchfluss direkt am Gerät. Es geht aber auch vollkommen unabhängig vom Sprenger. Sie
drosseln den Durchfluss direkt am Wasserhahn.Begrenzen mittels Zeitschaltuhr die Bewässerungsdauer.steuern die gewünschten Zeiten über einen Bewässerungscomputer.richten die Bewässerung noch strenger nach der Feuchtigkeit im Boden aus.
Was muss ich vor dem Kauf eines Rasensprengers beachten?
Prüfen Sie zunächst, wie hoch der Wasserdruck an Ihrem Anschluss ist. Das funktioniert ohne zusätzliche Geräte, indem Sie bei voll aufgedrehtem Hahn einen 10-Liter-Eimer füllen und dabei die Zeit nehmen. Ist der Eimer in einer halben Minute voll, liegt der Druck bei ca. 4 bar, was ideal ist. Dauert es eine Minute oder länger, verkleinert das die Reichweite des Rasensprengers. Ermitteln Sie die Flächen, die bewässert werden sollen, und gleichen Sie die Angaben mit den Herstellerangaben ab. Die Maximalangaben bei der Reichweite sollten deutlich über dem Bedarf liegen, um auch bei niedrigem Druck auf der sicheren Seite zu sein. Wichtig ist auch die Form der Flächen. Viereckregner können rechteckige Flächen exakter abdecken als Kreisregner. Sie sind dafür aber windanfälliger und haben im Durchschnitt eine geringere Reichweite. Achten Sie auf die verwendeten Materialien, denn die Dauerbelastung in der Sonne ist nicht zu unterschätzen. Metalle sind ebenso zu empfehlen wie UV-beständiger Kunststoff. Selbst hochwertige Rasensprenger sind mit Preisen meist deutlich unter 50 Euro relativ günstig. Wer an der Qualität spart, spart an der falschen Stelle.
Source link : https://www.stern.de/kaufkosmos/rasensprenger-test-diese-modelle-ueberzeugen-im-stern-vergleich-38297446.html
Author : Karl Lüdecke
Publish date : 2026-09-29 07:09:00
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