Ein Sturm hat in Teilen von NRW Bäume auf Straßen und Schienen stürzen lassen. In Mönchengladbach kollidiert ein Zug mit einem Baum. Die Feuerwehr hatte landesweit alle Hände voll zu tun.
Durch heftige Windböen sind in Teilen Nordrhein-Westfalens Bäume auf Straßen und Bahnstrecken gestürzt und haben den Verkehr behindert. In Mönchengladbach kollidierte eine Regionalbahn mit einem Baum, der auf den Gleisen lag. Die 30 Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon, mussten aber von der Feuerwehr evakuiert werden. Polizei und Feuerwehr warnten Autofahrer davor, dass noch größere Äste auf den Straßen liegen könnten.
Laut Deutschem Wetterdienst sind noch bis Montagabend in ganz Nordrhein-Westfalen Windböen bis Stärke 7 möglich. Im Bergland könne es Böen mit Windstärke 8 geben. Landesweit galt die niedrigste Unwetter-Warnstufe.
Zug kollidiert mit umgestürztem Baum
Den folgenschwersten Unfall gab es am Niederrhein, wo in der Nacht ein Baum auf die Bahnstrecke zwischen Mönchengladbach und Köln stürzte. Als am frühen Morgen der mit 30 Fahrgästen besetzte RB27 fuhr, kam es in der Nähe des Bahnhofs Rheydt-Odenkirchen zur Kollision. Die Menschen im Zug seien unverletzt geblieben, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Allerdings konnte die Bahn nicht weiterfahren, so dass die Feuerwehr die Fahrgäste aus dem Zug holen musste.
Die Oberleitung wurde durch den Baum laut Bahn stark beschädigt. Das Unternehmen hoffte aber, dass die Strecke am Dienstag wieder für Züge freigegeben werden kann.
Bis es soweit ist, fahren zwischen Rommerskirchen und Mönchengladbach nur Ersatzbusse. Betroffen sind Züge der Linien RE8 (Koblenz-Köln-Mönchengladbach) und RB27 (Koblenz-Rommerskirchen-Mönchengladbach). Die Züge aus Richtung Köln enden in Rommerskirchen. Von dort geht es den Angaben zufolge nur mit Ersatzbussen weiter bis nach Mönchengladbach. Die Busse halten an allen Bahnhöfen auf der Strecke.
Wer direkt aus Köln nach Mönchengladbach fahren will, könne stattdessen zum Beispiel auf Züge der Linien RE6, RE7 oder S11 umsteigen. Weil diese Züge eine andere Strecke fahren, sind sie von der Sperrung nicht betroffen. Auch aus Neuss und Grevenbroich gebe es Möglichkeiten, über andere Strecken mit dem Zug nach Mönchengladbach zu kommen.
Andere Strecken werden nach und nach freigegeben
Anderswo klappte die Reparatur der Strecke schneller. Zwischen Aachen und Herzogenrath, zwischen Kempen und Krefeld, zwischen Wuppertal und Essen sowie zwischen Solingen und Hilden waren ebenfalls Bäume auf die Gleise gestürzt. Dort wurden die Strecken aber nach und nach wieder für den Zugverkehr freigegeben.
Viele Notrufe und beschädigte Autos
Vor allem in einem Streifen von Aachen über das Rheinland bis ins Bergische Land hatten Polizei und Feuerwehr viel zu tun. In den Morgenstunden seien viele Notrufe eingegangen, berichtete etwa die Polizei im Kreis Mettmann. An mehreren Stellen waren Bäume auf Straßen gestürzt und behinderten den Berufsverkehr.
Auch in Wuppertal gab es viele Einsätze. « Bäume kippten um, Äste und Dachziegel fielen auf Straßen und Gehwege », berichtete die Feuerwehr. Im Stadtteil Heckinghausen sei ein 80 Zentimeter dicker Baum auf drei Autos gestürzt und habe das Dach eines Wohnhauses beschädigt. Auch in anderen Stadtteilen seien Autos durch umherfliegende Äste und Dachziegel beschädigt worden.
In Köln und Düsseldorf berichtete die Polizei ebenfalls von umgestürzten Bäumen und blockierten Straßen.
In den kommenden Tagen soll sich das Wetter dann beruhigen. Für Dienstag erwartet der Deutsche Wetterdienst zwar viele Wolken und vereinzelte Regenschauer. Der Wind wehe hingegen nur noch mäßig.
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Publish date : 2026-03-30 10:38:00
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