Nach dem tödlichen Unfall mit vier Opfern in Kaltennordheim bleibt die genaue Ursache weiter unklar. Mehrere Landespolitiker drückten ihr Mitgefühl aus.
Nach einem Unfall mit vier Toten dauern die Ermittlungen an. Es sei weiterhin unklar, warum die 20 Jahre alte Autofahrerin auf einer Landstraße in Kaltennordheim (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) auf die Gegenfahrbahn geraten sei, wie ein Polizeisprecher sagte. Das Auto kollidierte am Montagnachmittag frontal mit einem Lastwagen, dessen 63 Jahre alter Fahrer den Zusammenstoß nicht mehr verhindern konnte. Die Autofahrerin, eine 25 Jahre alte Beifahrerin und zwei Kinder im Alter von jeweils etwa eineinhalb Jahren starben noch an der Unfallstelle. Nach Angaben der Polizei sind die beiden verstorbenen Frauen die Mütter der beiden Kinder.
Gutachter bestellt
Die Strecke zwischen den Ortsteilen Kaltensundheim und Aschenhausen blieb über vier Stunden gesperrt. Um den Unfall zu rekonstruieren, wurde ein Gutachter bestellt.
Mehrere Landespolitiker drückten in sozialen Medien ihr Mitgefühl aus. Ministerpräsident Mario Voigt, der derzeit auf einer Reise in Indien ist, schrieb am Montag auf der Plattform X, die Nachricht von dem Unfall mache ihn tief betroffen. „Meine Gedanken sind bei den Angehörigen und Freunden der Verstorbenen, denen ich in diesen schweren Stunden mein aufrichtiges Mitgefühl ausspreche.“ Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) zeigte sich ebenfalls auf X „erschüttert“. „Ich bin in Gedanken bei den Angehörigen und Freunden.“
Unfälle mit vier Todesopfern selten
Verkehrsunfälle mit so vielen Getöteten sind selten. Im April 2023 hatten bei einem Autounfall nahe Bad Langensalza sieben Menschen ihr Leben verloren, fünf waren gerade erst erwachsen geworden. Der Unfallverursacher wurde unter anderem wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Er war betrunken und zu schnell unterwegs gewesen, als er mit seinem Wagen in den Gegenverkehr geriet. Außerdem hatte er seit Jahren keinen Führerschein besessen.
Im gesamten vergangenen Jahr waren auf Thüringens Straßen 93 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Das waren etwas weniger als noch 2024, als es noch 96 waren. Es wurden insgesamt knapp 52.000 Verkehrsunfälle gemeldet – 2,7 Prozent mehr als 2024. Auffällig dabei war laut dem Innenministerium: Junge Fahrer, aber auch Senioren sind häufiger an Unfällen beteiligt.
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Publish date : 2026-06-02 04:52:00
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